Hilfe bei Depressionen, Angstzuständen, Lebenskrisen, Trauer, Stress, Burnout und Tinnitus

Man muss durch schlechte Erfahrungen hindurchgehen und nicht drum herum.

(Liza Minelli)

Was ist Tinnitus?

 

 

Mit Tinnitus (lat. tinnire = klingeln) bezeichnet die medizinische Fachsprache Geräusche, die man „Ohrgeräusche“, „Ohrensausen“ oder "Ohrenklingeln“ nennt. Dabei können sehr unterschiedliche Hörempfindungen auftreten. Charakteristisch ist, dass für diese Geräusche in der Regel keine äußere Schallquelle verantwortlich ist und sie nur vom Betroffenen wahrgenommen werden. Er kann sowohl ein Symptom einer akuten Ohrerkrankung sein als auch Störungen in anderen Organen hinweisen, die sich auf das Hörsystem auswirken können. Belastende Stresssituationen (Psychohygiene) können ebenfalls zum Entstehen von Ohrgeräuschen beitragen.

Tinnitus kann mit seelischen Lebensbeeinträchtigungen einhergehen, wie z. b. Leistungsabfall, Gereiztheit, Schlaf- und Konzentrationsstörrungen, Depressionen (komplexer Tinnitus). Die schwerste Form des Tinnitus ist wohl der chronisch komplexe Tinnitus. Dabei gilt Tinnitus selbst nicht als Krankheit, sondern als Symptom, ähnlich wie ein Schmerz. Tinnitus kann jedoch Krankheitscharakter erhalten.

Forschungen haben ergeben, dass eine grundsätzliche Tinnitusbereitschaft des Hörsystems in jedem Menschen vorhanden ist, die durch zentrale Prozesse in unserem Gehirn unterdrückt oder gar ausgefiltert wird. Der Tinnitus wird dann für uns hörbar, wenn diese hemmenden Systeme im Gehirn geschädigt sind oder nicht mehr effektiv funktionieren.

Tinnitus ist somit eine zentrale Verarbeitungsstörung von Höreindrücken, die in unterschiedlichster Weise mit negativen Gedanken und Impulsen aus dem limbischen System, unserem seelischen Zentrum im Gehirn, verknüpft sein können.

Grundsätzlich ist das Ausmaß der Beeinträchtigung durch das Ohrgeräusch nur schwer einzuschätzen. Dabei sind die Angaben des Patienten der wichtigste Gradmesser. Objektive Kriterien sind der Fragebogen (nach Goebel/Hiller), der das Ausmaß des Tinnitus ganz individuell in vier Schweregrade einstuft.

- Grad 1: Tinnitus ist gut kompensiert, kein Leidensdruck.

- Grad 2: Tinnitus tritt hauptsächlich in Stille in Erscheinung und wirkt störend bei Stress und bei Belastung

- Grad 3: Tinnitus führt zu einer dauernden Beeinträchtigung im privaten und beruflichen Bereich. Patient weist Störungen im emotionalen, kognitiven und körperlichen Bereich auf.

- Grad 4: Tinnitus führt zur völligen Dekompensation im privaten und beruflichen Bereich, Berufsunfähigkeit.

Die HNO Heilkunde unterteilt in:

- Kompensierter Tinnitus (Grad 1 und Grad 2) Der Patient registriert das Ohrgeräusch, kann jedoch so damit umgehen, dass keine Sekundärsymptome ( nachfolgende Gesundheitsprobleme ) auftreten.

- Dekompensierter (unausgeglichener) Tinnitus (Grad 3 und Grad 4) hat massive Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und zieht eine Sekundärsymptomatik mit hohem Leidensdruck nach sich.

Wie äußert sich der Tinnitus?

- Tinnitus wird mit unterschiedlichen Geräuschen wahrgenommen. Pfeifen, Rauschen, Summen, Zischen, Hämmern, Knarren, Klopfen, Klingeln.

- Bei hochgradiger Schwerhörigkeit können auch Melodien auftreten.

- Es können mehrere Geräusche gleichzeitig auftreten

- Die Geräusche können in einem Ohr, in beiden Ohren oder auch als Kopfgeräusche wahrgenommen werden.

- Die Ohrgeräusche liegen nur knapp über der persönlichen Wahrnehmungsgrenze, der Hörschwelle.

- Die Lautstärke beträgt max. zwischen 15-20 dB (das ist weniger als das Rascheln von trockenen Blättern). Dies ist „nur“ die physikalische Größe, nicht das subjektive Empfinden!

- Bei bestehender Schwerhörigkeit wird der Tinnitus oft lauter empfunden, weil die Umgebungsgeräusche nicht mehr dämpfend und ablenkend wirken.

- Allerdings ist der Tinnitus nicht die Ursache für die Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) und umgekehrt ist die Geräuschüberempfindlichkeit nicht die Ursache für den Tinnitus. Beide Symptome können sich aus der gleichen Schädigung im Hörsystem entwickeln und dann einzeln oder gemeinsam auftreten.

Ein dekompensierter Tinnitus erhält zunehmend Aufmerksamkeit. Weil es für das Gehirn allerdings schwierig ist, sich auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, hilft es, die Aufmerksamkeit auf andere Eindrücke zu lenken. Das nimmt dem Tinnitus den Raum und lenkt von seiner Präsenz ab. Hier hilft z. B. die Klangschalenmassage (vibro akustischen Klangtherapie)

Für die Vereinbarung eines Probetermins nehmen Sie bitte gerne Kontakt mit mir auf.